„Den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt“ (M. Gandhi). Dankenswerterweise ist Tierschutz in unserer Gesellschaft längst kein Randthema mehr, sondern ein Maßstab für die ethische Reife eines jeden Einzelnen. Das Tierschutzgesetz verpflichtet uns alle zu einem verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit fühlenden Lebewesen. Landwirte tragen hierbei eine besondere Verantwortung, denn sie gestalten und beeinflussen aktiv auch den Lebensraum vieler Wildtiere.
Ein konkretes Beispiel ist die Rettung von Rehkitzen vor der Mahd. Jedes Jahr fallen allein in Deutschland rund 1.000.000 Rehkitze den Mäharbeiten zum Opfer, weil sie sich instinktiv im hohen Gras ducken und nicht fliehen. Die Verpflichtung, hier präventiv zu handeln, ist nicht nur gesetzlich begründet, sondern vor allem moralisch geboten.
Unser Verein baut auf verlässliche Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Jägern und freiwilligen Helfern. Unsere Einsätze mit modernen Drohnen, ausgestattet mit Wärmebildtechnik, zeigen, dass effektiver Tierschutz praktikabel ist. Den Jägerschaften gebührt hierbei besonderer Dank: Ihr Engagement, ihre Ortskenntnis und ihr Einsatz in den frühen Morgenstunden retten jedes Jahr unzählige Tierleben.
An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für die Einladungen zu Jahreshauptversammlungen seitens der (Kreis-)Jägerschaften Burg, Quedlinburg, Oschersleben und des Hegerings Ballenstedt. Wie viele weitere Jägerschaften, haben sie Wildtierrettung in ihrer Agenda aufgenommen und unserem Verein im Rahmen ihrer JHV die Möglichkeit gegeben, die Arbeit der Wildtierretter vorzustellen.
Doch Tierschutz beginnt nicht erst auf dem Feld, sondern im Bewusstsein der Menschen. Aufklärung und Sensibilisierung sind entscheidend, um Verständnis und Verantwortungsgefühl zu fördern. Jedes vor sinnlosem Leid geschützte und gerettete Tier ist ein Schritt hin zu mehr Mitgefühl in unserer Gesellschaft.
Gleichzeitig braucht es klare Impulse aus der Politik: Praxisorientierte Regelungen, Förderung technischer Lösungen und Unterstützung der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Ein ganz besonderer Dank gilt deshalb dem Ministerpräsidenten unseres Bundeslandes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, der trotz seines straffen Terminkalenders an der Podiumsdiskussion der Jägerschaft Burg rege teilgenommen hat. Sein Ansatz, praxistaugliche Impulse aus der Basis stets in politische Entscheidungsfindungen einfließen zu lassen, verdient besondere Anerkennung.
Tierschutz darf nicht vom guten Willen Einzelner abhängen – er muss strukturell verankert sein!
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